CHAOS STRING QUARTET
Chaos + Logos = Pathos – das ist das Ethos, das das Chaos String Quartet antreibt.
Das 2019 in Wien gegründete Quartett versteht Chaos als Schöpfung selbst, als Ausgangspunkt von allem. Diese Idee prägt ihr musikalisches Schaffen, in dem raffiniertes Ensemblespiel auf feurige Energie und Abenteuerlust trifft. Ihre Darbietungen sind mit Herz und Humor gestaltet, um zu bewegen, zu überraschen und die Fantasie anzuregen. Ihr Programm reicht von Gesualdo über Haydn bis Miles Davis und verbindet klassisches Repertoire mit einfallsreichen Arrangements, Improvisation und zeitgenössischen Werken.
Zeitgenössische Musik nimmt einen besonderen Platz in ihrem Repertoire ein. Komponisten wie Richard Ayres, Riccardo Panfili, Jan-Peter de Graaff und Alessio Elia haben neue Werke für das Ensemble geschrieben. Durch ihre Zusammenarbeit mit Samu Gryllus wurden improvisierte Übergänge in mehrere Programme integriert, was den interdisziplinären Ansatz und den Abenteuergeist des Quartetts bei der Erforschung neuer Konzertformate widerspiegelt.
Das Quartett hat schnell internationale Anerkennung gefunden als BBC New Generation Artists (2023–2025), New Austrian Sound of Music (2023–2024) und Emerging Ensemble der Ulysses Platform (2025–2028). Sie sind Preisträger bedeutender internationaler Wettbewerbe, darunter ARD (München), Bordeaux, Bad Tölz, Haydn (Wien), Bartók (Budapest) und Premio Rimbotti (Italien).
Zu den jüngsten Höhepunkten zählen Debütkonzerte im Concertgebouw Amsterdam, beim Beethovenfest Bonn und die Rückkehr in die Wigmore Hall und den Musikverein Wien sowie Auftritte bei führenden Festivals wie der Streichquartett-Biennale Amsterdam, Classiche Forme, dem Lockenhaus Festival, Wien Modern, dem Davos Festival, dem Ravenna Festival, , dem Mozartfest Würzburg und dem Mecklenburg-Vorpommern Festival. Internationale Tourneen führten das Quartett nach China, Mexiko, in die USA und nach Kanada.
Ihr Debütalbum (Solo Musica, 2024) enthält Werke von Haydn, Hensel und Ligeti. Eine zweite Aufnahme, die sich mit dem Konzept des Chaos befasst und vom SWR und der BBC unterstützt wird, wird im Februar 2026 erscheinen.
In der Saison 2025/26 stehen ihr Debüt im Konzerthaus Berlin, die Uraufführung eines neuen Werks von Errollyn Wallen und ein Großprojekt zur Neuinterpretation von Haydns Op. 20 Sonnenquartetten durch sechs neue Auftragswerke für die Streichquartett-Biennale Amsterdam 2026 auf dem Programm. Die Quartettmitglieder übernehmen außerdem eine Lehrtätigkeit an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (MDW) zum Thema „Die Bedeutung von Stille und Pause in der Kammermusik“.
Das Quartett absolvierte den ECMAster (European Chamber Music Master) unter der Leitung von Johannes Meissl (Artis Quartett) und studierte bei dem Cuarteto Casals an der Scuola di Musica di Fiesole. Weitere musikalische Impulse erhielten sie von Künstlern wie Eberhard Feltz, András Keller, Oliver Wille, Steven Isserlis und Helmut Lachenmann.
Das Chaos Quartett fühlt sich geehrt, auf einer Testore-Violine von 1711 und einem Jacobs-Cello von 1696 spielen zu dürfen, die großzügigerweise vom Merito String Instruments Trust und der Niederländischen Musical Instruments Foundation zur Verfügung gestellt wurden.



